iPad-Allgemein

Im Januar 2010 stellte Steve Jobs das neuste Produkt aus dem Hause Apple vor, das iPad. Dabei handelt es sich um einen Tablet-Computer der ausschließlich per Touchscreen des LED Displays bedient wird. Mit dem iPad kann man im Internet surfen, Bücher und Zeitungen lesen, Emails abrufen, Musik hören, Videos anschauen, spielen und eine Vielzahl von weiteren Anwendungen ausführen.

Das iPad funktioniert ähnlich wie das iPhone, nur eben im A4-Format. Es wird eine modifizierte Version des Betriebssystems iPhone OS 3.2 verwendet. Genau wie beim iPhone können spezielle Anwenderprogramme aus dem Internet heruntergeladen werden, um verschiedene Funktionen auszuführen, die sogenannten „Applikationen“ oder auch kurz „Apps“. Dabei verläuft der Übergang vom iPhone zum iPad fließend. So gibt es speziell für das iPad angepasste Applikationen, allerdings funktionieren die Apps vom iPhone auch auf dem iPad.

So gibt es bspw. die kostenlose iBooks App mit der man Bücher aus dem Internet herunterladen und im virtuellen Regal abstellen kann, um sie später auszuwählen und lesen zu können. Aber nicht nur Bücher gibt es bei iBooks, sondern auch viele Zeitungen und Zeitschriften kann man durch diese Applikation abonnieren.  Auch das für insgesamt 30 Dollar zu habende Büropaket iWork, wurde speziell noch einmal für das iPad überarbeitet. Die App besteht aus drei verschiedenen Anwendungen, die auch einzeln erstanden werden können. Dabei handelt sich um Software für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und zum aufbereiten von Präsentationen.

Auch wenn es als optionales Zubehör eine Tastatur zum Anstecken gibt, so wird das iPad ausschließlich über den kapazitiven Touchscreen bedient. Kapazitiv heißt, dass er nur mit den Fingern, aber nicht mit Stiften bedient werden kann. Dabei ist es egal, ob man das Gerät im Hoch- oder im Querformat (Portrait- oder Landscape-Modus) benutzt, der Bildschirminhalt passt sich automatisch der Lage an. Texte kann man über die einblendbare Tastatur verfassen.

Um die Akkulaufzeit zu schonen, ist das iPad, mit Ausnahme des Safari-Browsers, der Emailanwendungen, sowie des iPods, nicht multitaskingfähig. Allerdings wird sich dies voraussichtlich mit der neuen Version des Betriebssystems iPhone OS 4.0 ändern. Die Laufzeit des Akkus wurde offiziell im Wi-Fi-Modus auf zehn Stunden veranschlagt. Erste Tests haben aber schon gezeigt, dass sogar zwölf Stunden durchaus realistisch sind. Im 3G-Betrieb dürfte sich die Akkulaufzeit des iPads um ca. eine Stunde verringern.

Zu Beginn wird das iPad in sechs verschiedenen Versionen ausgeliefert. Unterschieden werden die Modelle dabei, zum einen wie viel Kapazität der Flash-Speicher hat und zum anderen, ob man mit dem iPad nur per Wi-Fi oder auch per 3G (UMTS) Kontakt mit dem Internet aufnehmen kann. Telefonieren ist dabei aber nicht möglich.

Vorinstallierte Applikationen:

Das iPad wird mit einer Reihe von bereits vorinstallierten Apps ausgeliefert. Eine kurze Übersicht:

Safari: Natürlich ist der Safari-Browser auf dem iPad installiert, womit man ganz leicht im Internet surfen kann, egal ob nun im Portrait- oder Landscape-Modus.

Mail: Emails kann man in der hauseigenen Mail-Applikation empfangen und versenden. Im Landscape-Modus sieht man die geöffnete Nachricht und den Posteingang im Split-Screen-Format. Wenn man das iPad ins Hochformat dreht, sieht man die Email auf dem kompletten Display. Nach einer kurzen Eingewöhnung ist auch das Verfassen von Nachrichten mit der einblendbaren Tastatur ein Kinderspiel.

Photos: Apple hat beim iPad auch an eine Applikation für Fotos gedacht. Foto-Alben werden stapelweise angezeigt. Berührt man ein Album mit dem Finger, breitet es sich aus und man kann sich die Fotos anschauen, vergrößern und als Diashow abspielen.

Video: Ob Filme in HD, TV-Serien oder Musik-Videos, das iPad kann sie alle abspielen. Mit einer doppelten Berührung kann man im Landscape-Modus einfach zwischen Fullscreen und Widescreen umschalten.

YouTube: Auch wenn es auf dem iPad nicht die Möglichkeit gibt, Videos im Flash-Format anzuschauen, so muss man dennoch nicht auf die Clips aus dem Video-Portal YouTube verzichten. Dreht man das iPad ins Querformat, so wechseln die Clips direkt in den Fullscreen-Modus.

iPod: Das iPad wird auch mit der Musikverwaltungs-Applikation iPod ausgeliefert, mit der man Musik nach Alben- oder Songtiteln, Interpreten oder Genres ordnen kann. Anhören kann man die Musik entweder durch den integrierten Lautsprecher oder durch Kopfhörer.

iTunes: Reicht das eigene Musik- oder Filmarchiv nicht mehr aus, kann man im iTunes Store direkt für Nachschub sorgen, seien es die neusten Musikalben oder DVDs.

Maps: Google Maps dürfte jedem PC-Nutzer ein Begriff sein. Auch auf dem iPad gibt es eine App, die die Google-Services nutzt. Somit hat man eine virtuelle Landkarte oder den Stadtplan immer dabei. Die Position wird entweder über Wi-Fi oder bei der 3G-Modellen des iPads via GPS ermittelt.

Notes, Kalender, Kontakte, Suche: Zudem enthält das iPad Apps, um sich Notizen zu machen, Termine im Kalender zu vermerken und Kontakte abzuspeichern. Und natürlich gibt es eine Suchfunktion für alle Anwendungen. Besonders die Kontakte-App sticht hervor, die über iTunes synchronisiert werden kann und man dadurch überall und jederzeit auf seine Kontakte zugreifen kann.

App Store: Doch die bis jetzt genannten Anwendungen sind nur ein Bruchteil, von dem was man mit dem iPad machen kann. Im App Store findet man über 150.000 Apps für das iPhone und iPod touch, die nahezu alle auch auf dem iPad funktionieren. Zudem gibt es eine Vielzahl von Anwendungen, die extra für das iPad entwickelt wurden.

Verfügbarkeit des iPad:

Nachdem sich schon in den USA der Verkaufsstart bis Anfang April verzögerte, müssen sich internationale Interessenten, und demzufolge auch im deutschsprachigen Raum, bis Ende Mai gedulden, bis sie das iPad kaufen können. Vorbestellungen dürften ab Mitte des Monats möglich sein. Offiziell wurden bisher noch keine Preisangaben gemacht. Allerdings hat die Erfahrung mit dem iPhone gezeigt, dass der Dollarpreis nahezu eins-zu-eins in Euro übertragen werden kann und sich damit die Preise zwischen €500 (für iPad Wi-Fi 16 GB) und €850 (für iPad Wi-Fi + 3G 64 GB) bewegen werden. Im Gegensatz zum iPhone werden die 3G-Modelle des iPads voraussichtlich nicht an einen bestimmten Provider gebunden sein.