Der Aufschrei der Datenschützer hierzulande dürfte kurz bevorstehen. Denn in den letzten Tagen sorgten die (Wieder-)Entdeckung einer Datei im mobilen Betriebssystem iOS für einige Schlagzeilen. Und zwar werden Ortungsdaten im iPad, iPhone und iPod touch in einer Datei abgespeichert und können relativ leicht ausgelesen werden. Vorausgesetzt man hat Zugriff auf das jeweilige Gerät.

Eigentlich ist die Datei schon seit letztem Herbst bekannt, wie Spreeblick.com feststellt. Geheim war sie auch nicht. Vielmehr konnte sie vor der Einführung von iOS 4 niemand wirklich nutzen. Doch mit Einführung von Multitasking wurde die API von Apple auch für andere Applikationen zur Verfügung gestellt.

Die betreffende Datei wird ausschließlich auf dem Gerät und via iTunes auf dem Rechner des Nutzers gespeichert. Eine Weitergabe an Drittnutzer wurde bisher noch nicht nachgewiesen. The Guardian spekuliert, dass insgesamt ca. ein Jahr an Daten Platz findet. Um dem Ganzen einen Riegel vorzuschieben, kann man das Backup von iPad, iPhone oder iPod touch auf Mac oder PC verschlüsseln.

Dies wäre im Übrigen überhaupt zu empfehlen. Denn ansonsten kann nicht nur diese spezielle Datei ausspioniert werden, sondern auch alle anderen. Desweiteren wird im Kleingedruckten auf die Speicherung der Ortungsdaten hingewiesen. Von daher klingt das alles schon arg nach Sommerloch. Dennoch dürfte Apple von den Behörden unter Druck geraten, sollten sie die Datei nicht selbst verschlüsseln oder die Ortung anders lösen.

 

So kann man die Daten bspw. von einem iPad auslesen

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