hptouchpad

Gestern hat HP bewiesen, dass es einen Markt gibt für billige Tablet-PCs gibt – auch wenn das so sicherlich nicht beabsichtigt war. Wie landauf und landab vermeldet hat HP gestern den Preis für sein Tablet auf lächerliche $99/€79 reduziert, als direkte Folge des vor wenigen Tagen bekanntgegebenen Ausstiegs aus dem Device-Geschäft mit webOS:

HP will discontinue operations for webOS devices, specifically the TouchPad and webOS phones. The devices have not met internal milestones and financial targets.

Die Folge war abzusehen: Der Ansturm war riesig, innerhalb von wenigen Stunden war HP alle TouchPads los. Und HP-CEO Léo Apotheker hat gleich noch was gelernt: Für seinen angestrebten Weg in die Wolken liegt noch viel Arbeit vor ihm, denn die HP-Server sind gestern unter den Massen einfach mal weggeknickt. Peinlich für ein Unternehmen, dass doch seine eigene Zukunft in cloud-basierten Lösungen sieht.

Aber das eigentlich traurige an der Sache ist, dass mit dem TouchPad (und mit webOS) ein Wettbewerber die Bühne verlässt, dem ich und auch andere noch am ehesten Chancen ausgerechnet haben, Apples iPad-Dominanz, der etwas wirkliche Konkurrenz durchaus gut täte, etwas entgegenzusetzen. Aber wahrscheinlich bin ich genau deswegen kein Manager eines Großkonzerns. Die scheinen nämlich schon nach nicht einmal zwei Monaten feststellen zu können, dass sie sich mit ihrem Produkt auf dem Weg in eine unausweichliche Sackgasse befinden und ziehen daher vorsorglich mal die Reißleine.

Fünf Minuten Ruhm für das TouchPad gibt es aber dennoch. Denn Platz zwei hinter dem iPad bei den Verkaufszahlen dürfte ihm für eine sehr kurze Zeit sicher sein.

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