Nicht nur die großen Verleger wie Time Inc. sind über das neue Abo-System von Apple enttäuscht und erwägen sich der Konkurrenz zuzuwenden. Auch kleinen Entwicklern macht es zu schaffen. So scheiterte ausgerechnet Readability am letzten Freitag mit der Zulassung einer iOS-Applikation, die es ermöglicht hätte Webseiten ohne Werbung abzuspeichern. Warum ausgerechnet? Nun ja, Apple selbst nutzt Open Source Code der Firma beim „Reader“-Feature des Safari-5-Browsers.

Als Grund nannte Apple Paragraph 11.2 der Apple Store Richtlinien, der freilich nicht wirklich so neu ist:

11.2 Apps utilizing a system other than the In App Purchase API (IAP) to purchase content, functionality, or services in an app will be rejected.

Um es sich bei der Applikation nicht mit den Webseitenbetreibern zu verscherzen, kostet der Service mindestens fünf US-Dollar im Monat, wobei 70 Prozent davon Autoren und Verlegern zukommen sollte, um den Verlust von potentiellen Werbekunden auszugleichen. Allerdings hätte man die Gebühr aber nicht per Apples in-App-Kauf-Schnittstelle eingetrieben.

Readability richtete sich nun mit einem offenen Brief an das Unternehmen aus Cupertino. Andere wurden von Apples Maßnahmen schon abgeschreckt und stellten gleich die Entwicklung ein. TinyGrab, eine Art soziales Netzwerk für Screenshots, vertreibt seine Accounts via PayPal und hätte daher wohl keine Chance auf eine Aufnahme in den AppStore von iPad, iPhone und iPod touch gehabt. Zusammen mit Intel arbeitet man nun an einer Applikation für Windows.

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